Bromus brachystachys: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 24. Oktober 2024, 16:32 Uhr

Kennbild Leben Natur Vielfalt – Das Bundesprogramm (BMUV)

Steckbrief: Bromus brachystachys Hornung – Kurzährige Trespe (Poaceae)

Weitere Angaben aus Abfragen der Roten Listen (BfN-Prüflisten) …

Angaben zum Artnamen Bromus brachystachys Hornung (Abfragezeit: 15. Januar 2026, 00.37 Uhr):
  • anerkannte Namen: Bromus brachystachys Hornung[1]; Bromus brachystachys Hornung[2];
  • Synonyme: (derzeit ohne Eintragungen)
Biologie und Ökologie
Gefährdung Verantwortung Verbreitung in Deutschland
ausgestorben oder verschollen (Metzing et al. 2018) besonders hohe Verantwortlichkeit (Metzing et al. 2018) in Deutschland ausgestorben (Jäger 2017); früher nur in Sachsen-Anhalt und Nordost-Brandenburg (Conert 1998)
Gefährdungsursachen Standort Beschreibung
unbekannt Äcker, Ruderalstellen (Jäger 2017); auf Grasplätzten und an Wegen (Conert 1998) Pflanzenhöhe 20–30 cm, Ährchen 4–10-blütig, mit Grannen 8–15 mm lang, Deckspelzen fast rhombisch, ± 4 mm lang, Granne halb so lang wie die Deckspelze, gerade, Staubbeutel 2–2,5 mm lang, Rispe kurz, mit steifen Ästen (Jäger 2017); Hüll- und Deckspelzen ± lederig, im Reifezustand mit nicht oder kaum hervortretenden Nerven, Blattscheiden dicht anliegend kurzhaarig (seidenhaarig) (Scholz 2008)
Lebensform Lebensdauer Mykorrhizierung
unbekannt sommerannuell oder einjährig-überwinternd (Jäger 2017) unbekannt
Blütezeit Bestäubung Kompatibilität
Juni bis Juli (Jäger 2017); Mai-Juli (Conert 1998) Windbestäubung (Jäger 2017*) unbekannt
Frucht und Samen Samenanzahl- und Gewicht Samenreife und Ausbreitung
Karyopse (Jäger 2017*); Frucht etwa 3,5 mm lang (Conert 1998) unbekannt Menschenausbreitung (Jäger 2017)
Kulturansprüche
Wasserbedarf pH-Spezifität Substratspezifität
unbekannt unbekannt unbekannt
Lichtbedarf Nährstoffbedarf Temperaturansprüche
unbekannt unbekannt unbekannt
Vermehrung Keimungsansprüche Keimungsdauer
unbekannt unbekannt unbekannt
Schädlinge Dormanz und Samenlebensdauer Hybridisierung
unbekannt unbekannt, Samen kurzlebig (B. arvensis, Jäger 2017) unbekannt
* Angabe bezieht sich auf die Gattung
Sonstiges
letzter Nachweis von 1936, ursprünglich in Mitteldeutschland, im 19. Jahrhundert viel auf anthropogenem Gelände gesammelt, mehrfach kultiviert, Hornung fand sie am Rande eines Luzernefeldes untermischt mit B. arvensis, der mutmaßlichen Stammart des B. brachystachys (nach Scholz 1972 in Scholz 2008); ursprünglich aus Westasien (RBG KEW 2021); übermäßiges Sammeln könnte zum Aussterben beigetragen haben (Conert 1998)
Abbildung Verbreitungskarte Deutschland
Herbar-Beleg von Bromus brachystachys (Herbarium Linz)
Herbar-Beleg von Bromus brachystachys
(Herbarium Linz)
Verbreitungskarte von Bromus brachystachys (Quelle: BfN 2013)
(Quelle: BfN 2013)
Zitiervorschlag: Weißbach S., Lauterbach D., Plank A. (2024) Steckbrief Bromus brachystachys, erstellt am 26.07.2021, zuletzt bearbeitet 24.10.2024. – Netzwerk zum Schutz gefährdeter Wildpflanzen in besonderer Verantwortung Deutschlands (WIPs-De), http://www.wildpflanzenschutz.de/, https://wiki.bgbm.org/wips-daten/index.php/Bromus_brachystachys.
Literatur

Buttler K. P., May R. & Metzing D. (2018): Liste der Gefäßpflanzen Deutschlands. – BfN-Skripten 519, 286 S.

Floraweb (2021) FloraWeb – Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands. http://www.floraweb.de/. Zugriff am 20.03.2021.

Conert, H.J. (Hrsg.) (1998) Gustav Hegi Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band I, Teil 3, Parey, Berlin.

Jäger E. J. (Hrsg.) (2017) Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. 20. Aufl. Spektrum, Heidelberg, Berlin.

Metzing D., Hofbauer N., Ludwig G., Matzke-Hajek G. (2018) Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 7: Pflanzen. Münster (Landwirtschaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (7): 784 S.

RBG Kew, Wakehurst Place (2021) http://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:393573-1 Zugriff am 05.07.2021.

Scholz H. (2008) Die Gattung Bromus (Poaceae) in Mitteleuropa Synopse und tabellarischer Bestimmungsschlüssel. Kochia 3: 1–18.


Quellenangaben der BfN-Prüflisten/Rote Listen

  1. 1,0 1,1 Metzing, D.; Garve, E.; Matzke-Hajek, G.; Adler, J.; Bleeker, W.; Breunig, T.; Caspari, S.; Dunkel, F.G.; Fritsch, R.; Gottschlich, G.; Gregor, T.; Hand, R.; Hauck, M.; Korsch, H.; Meierott, L.; Meyer, N.; Renker, C.; Romahn, K.; Schulz, D.; Täuber, T.; Uhlemann, I.; Welk, E.; Weyer, K. van de; Wörz, A.; Zahlheimer, W.; Zehm, A. & Zimmermann, F. (2018): Rote Liste und Gesamtartenliste der Farn- und Blütenpflanzen (Trachaeophyta) Deutschlands. – In: Metzing, D.; Hofbauer, N.; Ludwig, G. & Matzke-Hajek, G. (Red.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 7: Pflanzen. – Münster (Landwirtschaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (7): 13-358. (Datenquellen: checklisten.rotelistezentrum.de/api/public/1/checklist/43; taxon/34749 – für das Gebiet Deutschland)
  2. 2,0 2,1 Buttler, K. P.; May, R. & Metzing D. (2018): Liste der Gefäßpflanzen Deutschlands. - BfN-Skripten 519, 286 S. (Datenquellen: checklisten.rotelistezentrum.de/api/public/1/checklist/355; taxon/553534 – für das Gebiet Deutschland)

Erarbeitet im Rahmen des Projektes „WIPs-De – Aufbau eines nationalen Verbundes zum Schutz gefährdeter Wildpflanzenarten in besonderer Verantwortung Deutschlands“.

Kennbild Bundesministerium für Umweit, Naturschutz und nukleare SicherheitKennbild Bundesministerium für NaturschutzKennbild botanischer Wildpflanzenschutz Deutschland (WIPs-De)Kennbild Botanischer Garten, Universität Potsdam (botanischer-garten-potsdam.de)

Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.