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Insektenhotels
Regionales Saat- und Pflanzgut (Regiosaat- und Pflanzgut)


Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
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Einleitung
Einleitung


Was ist ein Insektenhotel und wozu dient es?
Unsere Wildpflanzen sind sehr vielfältig. Sie haben sich im Laufe der Zeit in enger Wechselwirkung mit ihren Bestäubern an die verschiedenen Klimate und Böden in Mitteleuropa angepasst. Auch wenn Pflanzen einer Art gleich aussehen, kann ihre genetische Ausstattung von Region zu Region sehr verschieden sein. Bei der Anlage ökologisch wertvoller Wildblumenwiesen ist die Herkunft der Pflanzen von herausragender Bedeutung.
  Ersatz für natürliche Behausungen
 
Einheimische und wild wachsende Pflanzen sind Teil unserer regionalen Ökosysteme. Pflanzen aus anderen Regionen, selbst wenn sie zur selben Art gehören, können die fein austarierten und komplexen Lebensgemeinschaften von Pflanzen, Pilzen und Tieren empfindlich stören. Die Verwendung von Pflanzen und Saatgut aus regionaler Herkunft fördert die natürliche Biodiversität und schützt heimische Ökosysteme.
 
Pflanzen regionaler (gebietseigener) Herkünfte und Regiosaatgut
 
Für die Produktion von Regiosaatgut und Regiopflanzgut werden aus definierten Gebieten Samen von Wildstandorten entnommen und gärtnerisch vermehrt. Sammlung und Produktion erfolgen unter behördlichen Auflagen, damit Wildvorkommen nicht beeinträchtigt werden und regionale Anpassungen der Pflanzen erhalten bleiben.
 
Die Gewinnung und Verwendung von Regiosaatgut und Regiopflanzgut erfolgt in 22 „Ursprungsgebieten“. Jedes Ursprungsgebiet ist durch eine charakteristische Kombination aus Klima, Böden und Meereshöhe geprägt.
 
Ursprungsgebiete berücksichtigen die genetische Vielfalt heimischer Pflanzenarten. Beispielsweise zeichnet sich der Arznei-Thymian zeichnet durch acht genetische Gruppen aus, die jeweils nur in einer bestimmten Region in Deutschland vorkommen.  Solche Muster genetischer Variabilität sind von Art zu Art verschieden. Sie decken sich aber recht gut mit unterschiedlichen Grenzen der festgelegten Ursprungsgebiete.
 
Für das Berliner Stadtgebiet ist das Ostdeutsche Tiefland (UG 4) das wichtigste Ursprungsgebiet. Die Uckermark mit Odertal (UG22) reicht in den nordöstlichen Teil Berlins. Somit können
in ganz Berlin Regiosaat- und Pflanzgut aus UG4 oder UG22 verwendet werden.
 
Regiosaat- und Pflanzgut aus zertifizierter Herkunft gibt es im  Fachhandel. Die bloße Angabe  „einheimische Wildpflanze“  garantiert aber noch  keine regionale Herkunft.  Regiosaat- und  Pflanzgut  sind zertifiziert und tragen ein Siegel, entweder VWW-Regiosaaten® oder RegioZert®.
 
Invasive Pflanzenarten
 
Invasive Pflanzenarten sind gebietsfremde Arten (Neophyten). Sie breiten sich extrem aus und bilden monotone Massenbestände. Invasive Pflanzenarten beeinträchtigen die biologische Vielfalt. Zudem können sie sich mit heimischen Arten kreuzen und oder neue Krankheitserreger und Schädlinge übertragen. Invasive Pflanzenarten sind in der sogenannten Unionsliste verzeichnet.
 
Ein Beispiel einer invasiven Pflanze ist die Hybrid-Luzerne (Medicago ×varia). Sie hat sich in Berlin in kurzer Zeit enorm ausgebreitet. Die Art wird in der Landwirtschaft als Grün-Düngung genutzt und in Saatgutmischungen verkauft. Durch ihre tiefen Wurzeln und die Symbiose mit Knöllchenbakterien kann sie sich an unterschiedlichen Standorten mit Wasser und Stickstoff versorgen und die ursprüngliche
Flora verdrängen.
 
Um mögliche Schäden durch invasive Pflanzenarten zu vermeiden, sollte man keine Pflanzenarten verwenden, die in Europa invasiv sind oder auf der Vorwarnliste stehen. Blütenstände solcher Arten, wenn man sie doch vorfindet, sollte man vor der Samenbildung abschneiden und im Restmüll entsorgen. Beobachtungen invasiver Pflanzenarten sollte man zudem im Artenfinder-Portal der Stiftung Naturschutz Berlin melden.
 
 


Welche Insekten besuchen ein Insektenhotel und wie fördert es die Artenvielfalt?
  Wildbienen
  Andere Insekten


Insektenhotel - Kaufen oder selbst bauen?
  Vor- und Nachteile beim Kauf - Worauf muss man achten?
  Spass  beim Selbstbau


Insektenhotel oder Bienenburg?


Dokumentation der Artenvielfalt
  Regelmäßige Beobachtungen
  Fotografische Dokumentation über Social Media
  Fotografische Dokumentation über Community-Plattformen


Weblinks
Weblinks
  https://de.wikipedia.org/wiki/Insektenhotel
  https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/verwaltung/aemter/umwelt-und-naturschutz/umweltschutz/umweltschutzprojekte/artikel.112905.php
  https://berlin.nabu.de/stadt-und-natur/projekte-nabu-berlin/hymenopterendienst/erste-hilfe/index.html
  https://rlp.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten/insektenhotel/index.html
  https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/bienen/13704.html
  https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insekten-helfen/00959.html
  https://www.nabu-shop.de/gartentier-produkte/insektenhotels
  https://www.bienenburgen.de/


Quellenangaben
Quellenangaben

Revision as of 07:53, 19 May 2026

Regionales Saat- und Pflanzgut (Regiosaat- und Pflanzgut)

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Unsere Wildpflanzen sind sehr vielfältig. Sie haben sich im Laufe der Zeit in enger Wechselwirkung mit ihren Bestäubern an die verschiedenen Klimate und Böden in Mitteleuropa angepasst. Auch wenn Pflanzen einer Art gleich aussehen, kann ihre genetische Ausstattung von Region zu Region sehr verschieden sein. Bei der Anlage ökologisch wertvoller Wildblumenwiesen ist die Herkunft der Pflanzen von herausragender Bedeutung.

Einheimische und wild wachsende Pflanzen sind Teil unserer regionalen Ökosysteme. Pflanzen aus anderen Regionen, selbst wenn sie zur selben Art gehören, können die fein austarierten und komplexen Lebensgemeinschaften von Pflanzen, Pilzen und Tieren empfindlich stören. Die Verwendung von Pflanzen und Saatgut aus regionaler Herkunft fördert die natürliche Biodiversität und schützt heimische Ökosysteme.

Pflanzen regionaler (gebietseigener) Herkünfte und Regiosaatgut

Für die Produktion von Regiosaatgut und Regiopflanzgut werden aus definierten Gebieten Samen von Wildstandorten entnommen und gärtnerisch vermehrt. Sammlung und Produktion erfolgen unter behördlichen Auflagen, damit Wildvorkommen nicht beeinträchtigt werden und regionale Anpassungen der Pflanzen erhalten bleiben.

Die Gewinnung und Verwendung von Regiosaatgut und Regiopflanzgut erfolgt in 22 „Ursprungsgebieten“. Jedes Ursprungsgebiet ist durch eine charakteristische Kombination aus Klima, Böden und Meereshöhe geprägt.

Ursprungsgebiete berücksichtigen die genetische Vielfalt heimischer Pflanzenarten. Beispielsweise zeichnet sich der Arznei-Thymian zeichnet durch acht genetische Gruppen aus, die jeweils nur in einer bestimmten Region in Deutschland vorkommen. Solche Muster genetischer Variabilität sind von Art zu Art verschieden. Sie decken sich aber recht gut mit unterschiedlichen Grenzen der festgelegten Ursprungsgebiete.

Für das Berliner Stadtgebiet ist das Ostdeutsche Tiefland (UG 4) das wichtigste Ursprungsgebiet. Die Uckermark mit Odertal (UG22) reicht in den nordöstlichen Teil Berlins. Somit können in ganz Berlin Regiosaat- und Pflanzgut aus UG4 oder UG22 verwendet werden.

Regiosaat- und Pflanzgut aus zertifizierter Herkunft gibt es im Fachhandel. Die bloße Angabe „einheimische Wildpflanze“ garantiert aber noch keine regionale Herkunft. Regiosaat- und Pflanzgut sind zertifiziert und tragen ein Siegel, entweder VWW-Regiosaaten® oder RegioZert®.

Invasive Pflanzenarten

Invasive Pflanzenarten sind gebietsfremde Arten (Neophyten). Sie breiten sich extrem aus und bilden monotone Massenbestände. Invasive Pflanzenarten beeinträchtigen die biologische Vielfalt. Zudem können sie sich mit heimischen Arten kreuzen und oder neue Krankheitserreger und Schädlinge übertragen. Invasive Pflanzenarten sind in der sogenannten Unionsliste verzeichnet.

Ein Beispiel einer invasiven Pflanze ist die Hybrid-Luzerne (Medicago ×varia). Sie hat sich in Berlin in kurzer Zeit enorm ausgebreitet. Die Art wird in der Landwirtschaft als Grün-Düngung genutzt und in Saatgutmischungen verkauft. Durch ihre tiefen Wurzeln und die Symbiose mit Knöllchenbakterien kann sie sich an unterschiedlichen Standorten mit Wasser und Stickstoff versorgen und die ursprüngliche Flora verdrängen.

Um mögliche Schäden durch invasive Pflanzenarten zu vermeiden, sollte man keine Pflanzenarten verwenden, die in Europa invasiv sind oder auf der Vorwarnliste stehen. Blütenstände solcher Arten, wenn man sie doch vorfindet, sollte man vor der Samenbildung abschneiden und im Restmüll entsorgen. Beobachtungen invasiver Pflanzenarten sollte man zudem im Artenfinder-Portal der Stiftung Naturschutz Berlin melden.




Weblinks

Quellenangaben